Die Situation der Republikaner ist dabei einfach erklärt. Donald Trump gewinnt die Vorwahlen in Oregon mit 67 Prozent. Damit erringt er zumindest 12 der 28 Wahlmänner in dem Weststaat. Die bereits ausgestiegenen Kandidaten Ted Cruz und John Kasich erreichten jeweils 17 % und bekommen aufgrund der proportionalen Verteilung jeweils zumindest 2 Delegierte.

Bei den Demokraten zeigt sich einmal mehr, dass Bernie Sanders an der Ostküste gut ankommt. Er gewinnt Oregon mit 54 zu 46 Prozent gegen Hillary Clinton. Damit gewinnt er zumindest 28 der 61 Delegierten, Clinton zumindest 24.

Polarisierte Stimmung verschärft sich
Der Süden der USA, eigentlich konservativ aber mit stärker werdenden Minderheiten, war in diesen Vorwahlen immer die Hochburg von Hillary Clinton. Bei der allerletzten Vorwahl in diesem Gebiet drohte die Hochburg zu fallen. Clinton gewann gerade einmal mit einem Prozent Vorsprung auf Bernie Sanders und bekommt 28 Delegierte für diesen Sieg. Sanders erreicht 27 Stimmen. Dieses Ergebnis zeigt klar: Die Demokraten sind mittlerweile in zwei ähnlich große Lager polarisiert. Hillary Clinton wird diese Vorwahlen gewinnen, das aber vor allem dank ihres Vorsprunges, den sie sich in der frühen Wahlphase herausgearbeitet hat (und natürlich dank der Superdelegierten).

Die Demokraten zeigen sich immer zerstrittener, ähnlich wie es schon bei den Republikanern der Fall war. Der Unterschied: Donald Trump hat die Nominierung in der Tasche und kann bereits auf Hauptwahlkampf und innerparteiliche Einigungsmissionen übergeben. Clinton wird diese Schritte erst nach dem 7. Juni gehen können und an Bernie Sanders und seiner Wählerbasis zu knabbern haben.

Vorwahlen im Frühjahrsschlaf
Pause! Die Vorwahlen gehen vor dem Grande Finale in eine kurze Ruhephase. Die Republikaner wählen nächste Woche noch in Washington. Die Demokraten setzen ihre Wahlgänge erst am 4.6. fort. Das große Finale, das Clinton und Trump endgültig als Nominierte fixieren wird, findet am 7. Juni statt. Der letzte Super Tuesday bietet unter anderem die Vorwahlen in California und New Jersey.

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